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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Mobilisierung und Mobiliät kolloidalen Phosphors in sandigen Böden

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektnummer:
DFG KA 1139/10
Laufzeit:
01.05.2003-30.09.2007
Projektleiter:
Martin Kaupenjohann
Mitarbeiter:
Katrin Ilg
Projektpartner:
Asaf Pekdeger, Andreas Winkler

Zusammenfassung

In der neueren Literatur häufen sich Hinweise auf eine verstärkte Auswaschung des gewässereutrophierenden Phosphors (P) aus landwirtschaftlich genutzten Böden. Diese Ergebnisse widersprechen zunächst der Vorstellung, dass P aufgrund seiner starken Bindung an die Bodenfestphase kaum mit dem Sickerwasser verlagert werden kann. In Übereinstimmung mit den Ergebnissen aktueller Untersuchungen deuten gezielte Vorversuche zu diesem Vorhaben jedoch darauf hin, dass P an Kolloide gebunden im Boden verlagert wird. Interessanterweise werden dabei die P-haltigen Kolloide durch P-Zugabe mobilisiert. Es deutet sich ein Schwellenwert der P-Belegung der Kolloide an, ab dem es plötzlich zu einem massiven Anstieg der Dispergierungsneigung der Partikel kommt. Nach dieser Modellvorstellung kann eine langjährige Überdüngung landwirtschaftlich genutzter Böden zunächst völlig unentdeckt bleiben: Die Böden speichern den überschüssigen P und es gibt keine nennenswerte P-Auswaschung. In den Böden baut sich jedoch im Laufe der Zeit ein erhebliches P-Potenzial auf, das bei Erreichen des Schwellenwertes plötzlich mobilisiert würde. Die quantitativen Beziehungen zwischen den entscheidenden Steuergrößen und der Mobilisierung P-haltiger Kolloide in gedüngten Böden sind jedoch zu wenig bekannt, um die daraus resultierenden Umweltgefährdungen einschätzen zu können. Ziele dieses Vorhabens sind daher (1) die Quantifizierung der Mechanismen der Kolloidmobilisierung in Laborversuchen, (2) die Prüfung unterschiedlicher Lysimetertypen auf ihre Kolloidgängigkeit, um damit (3) die praktischen Relevanz dieser Prozesse in Felduntersuchungen auf unterschiedlich lange und intensiv gedüngten Böden zu überprüfen.

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