TU Berlin

Fachgebiet BodenkundeKalKo

Logo Bodenkunde

Inhalt des Dokuments

zur Navigation

Waldbodenkalkung als Maßnahme zur Erhöhung der Anpassungsfähigkeit der Wälder an den Klimawandel und zur Sicherung und Erhöhung der CO₂-Speicher- und Senkenfunktion der Wälder (KalKo)

Förderer:
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Projektnummer:
28WB407503
Laufzeit:
01.05.2017-30.06.2020
Projektleiter:
Martin Kaupenjohann
Mitarbeiter:
Antonia Zieger, Doreen Zirkler
Projektpartner:
Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) und
Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA BW)

Zusammenfassung

Seit den 1980er Jahren wird die Waldbodenkalkung als so genannte Bodenschutzkalkung auf anthropogen versauerten Standorten durchgeführt. Das KalKo-Verbundprojekt hat das Ziel, die Einflüsse der Waldbodenkalkung auf die C-Sequestrierung in Waldökosystemen einerseits und auf die Resilienz der Ökosysteme bei sich ändernden Klimabedingungen andererseits zu untersuchen und zu quantifizieren. Dabei soll geprüft werden, ob organischer Kohlenstoff nach der Kalkung langfristig im Unterboden angereichert wird und somit quantitativ die kurzfristigen kalkungsbedingten C-Verluste durch Ausgasung aus dem Oberboden übersteigt. Eine erhöhte C-Sequestrierung nach Kalkung hätte sowohl eine Klimaschutzwirkung als auch eine vitalitätssteigernde Wirkung auf die Wälder durch eine verbesserte Wasser- und Nährstoffversorgung. Darüber hinaus wird untersucht, ob mit der Bodenschutzkalkung parallel zur Entsauerung des Bodens auch die Aggregatbildung und -stabilität als Grundlage für eine verstärkte Tiefendurchwurzelung gefördert werden. Von einer besseren Tiefendurchwurzelung ist ein wichtiger Beitrag zur Anpassungsfähigkeit der Wälder an den Klimawandel zu erwarten. Neben dem Bodenschutz, insbesondere seiner Klimafunktion, ist hier auch der Hochwasserschutz von besonderer gesellschaftlicher Relevanz. Eine kalkungsbedingte Stabilisierung von Bodenaggregaten, die damit verbundene Verbesserung hydraulischer Eigenschaften, wie Infiltrations- und Wasserspeicherkapazität, und eine tiefere Durchwurzelung leisten dazu einen wichtigen Beitrag.

Navigation

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe