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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Erfassung der Quantität und Qualität von terrestrischen Kohlenstoffeinträgen in See-Ökosysteme

Förderer:
Leibniz-Gemeinschaft
Projektnummer:
Laufzeit:
Projektleiter:
Sabine Hilt, Martin Kaupenjohann
Mitarbeiter:
Nils Meyer
Projektpartner:

Zusammenfassung

Bisherige Studien zum Klimawandel prognostizieren eine Verschlechterung der Wasserqualität von Seen durch erhöhtes Algenwachstum bei Temperaturanstieg. Parallel werden derzeit erhöhte Einträge natürlichen organischen Kohlenstoffs aus dem terrestrischen Umland in die Seen festgestellt, deren Wirkung jedoch noch unberücksichtigt blieb. Im Rahmen des TERRALAC-Projekts soll nachgewiesen werden, dass die terrestrischen Kohlenstoff-Einträge die Stabilität des Klarwasserzustandes in Seen erhöhen und damit negative Auswirkungen des Klimawandels teilweise kompensieren können. Durch Ganzsee-Experimente in Kombination mit Laborversuchen und Modellierungen soll ein bisher unerforschter Effekt auf das Nahrungsnetz in Seen nachgewiesen werden, der zu Stabilisierung von See-Ökosystemen im klaren Zustand und damit zur Verschiebung des Schwellenwerts für den Umschlag vom klaren in den trüben Zustand beiträgt. Der Nachweis dieser komplexen Interaktion ist Grundlage für verbesserte Prognosen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf See-Ökosysteme und die Planung nachhaltiger Managementstrategien.

Ziel des Teilprojekts 1 an der TU-Berlin ist die Erfassung aller Kohlenstoffeinträge in die Experimentalseen in Hinsicht auf Menge und Qualität des Kohlenstoffs. Dabei sollen folgende Hypothesen geprüft werden:

     

  1. Steigende Bodentemperaturen (während und außerhalb der Vegetationsperiode) führen zu verstärktem Abbau fester organischer Bodensubstanz und damit zur Freisetzung löslicher organischer Verbindungen. Der Zustrom dieses gelösten organischen C übersteigt den oberirdischen Eintrag an partikulärem C in die Experimentalseen, hat jedoch einen höheren refraktären C-Anteil und damit weniger Bedeutung für das seeinterne Nahrungsnetz.
  2. Starkregen nach längeren Trockenperioden führt zu steigenden Anteilen an partikulärem, weniger refraktärem C an dem über Sicker- und Grundwasser in die Seen eingetragenen C, weil das hydrologische Regime durch bevorzugtes Fließen (preferential flow) domiert wird.
  3.  

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